Projektseminar: Geschichte der Filmkameratechnik, SS 2016

Arbeitsfelder / Ästhetik / Charta / Rundgespräch / Diskussionsthemen

Hier stelle ich einige "ältere" Stellungnahmen zum Problem der Ästhetik von Film und Video, von analoger und digitaler Bilderproduktion für das Kino. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob es da grundlegende Unterschiede gibt oder ob mit der Digitalisierung nur eine neue, technisch verbesserte Erscheinungsform des alten Mediums entstanden ist.

Inzwischen hat es dazu sicher neue Stellungnahmen gegeben, aber die Diskussion scheint immer noch um die alten Gegensätze zu kreisen. Und die Frage bleibt offen, ob es eine neue "digitale" Ästhetik gibt oder nicht.

Die vorgestellten Dikussionsmaterialien stammen durchweg von professionellen Filmemachern, Regisseuren und vor allem Kameraleuten (DoPs, wie sie sich jetzt nennen). Diese Auswahl entspricht der eher praktischen Ausrichtung dieser Lehrveranstaltung, die ja nicht das Thema "Filmtheorie" hat.

Folgende Texte werden zur Lektüre oder Diskussion vorgechlagan:

- Eine Charta für das Bild, verfasst von der "Association franšaise des directeurs de la photographie cinématographique", der Berufsvereinigung der Filmkameraleute in Frankreich (ADC), leider nur in einer französisch-englischen Fassung. Sie dürfte ein Text von historischer Bedeutung sein.

- Eine ausführliches Rundgespräch mit professionellen Filmemachern, veranstaltet und veröffentlicht von der renommierten französischen Filmzeitschrift "Cahiers du cinéma", das sich direkt auf die "Charta" bezieht.

- drei kürzere Diskussionsanregungen zu technischen und ökonomischen Aspekten der "digitalen Wende" in den Kinos.